Die Hainholzwiesen - wo die wilden Rinder grasen


1989 war der Erwerb einer Feuchtwiese das erste Naturschutzprojekt der Stemwarder Aktionsgemeinschaft. Bis zum Jahr 2003 wurden 4 weitere Flächen von der Gemeinde Barsbüttel und der Stemwarder Aktionsgemeinschaft durch Kauf oder Landtausch erworben mit einer heutigen Gesamtweidefläche von ca. 4,5 Hektar. Die ersten Jahre erfolgte die Pflege der Flächen ausschließlich durch eine jährliche Mahd und Entfernung des Mähgutes um den Wiesen Nährstoffe zu entziehen. Seit 1994 werden alle Wiesen jetzt extensiv mit einer begrenzten Stückzahl Rinder, als Sommerweide von Mai bis Nov beweidet und gepflegt. Alle trennenden Zäune wurden für diese „halboffene Weidelandschaft“ entfernt. Die Beweidung erfolgt durch die Galloway Robustrinder unseres Mitgliedes Detlef Hasenbank.

Halboffene, extensiv genutzte Weiden sind ein neues, innovatives Konzept im 

 

Naturschutz. Robuste Weidetiere gestalten auf zusammenhängenden Flächen in geringer Dichte die Landschaft, ähnlich wie es wilde Huftiere in der Naturlandschaft taten. Durch Verbiss und Tritt entstehen abwechslungsreiche Biotope mit Wiesenblumen, Weidegräsern, Hochstaudenfluren, kleinen Tümpeln, Gebüschen und auch Bäumen, die vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten.

Die feuchten Teile der Wiesen beherbergen eine ausgedehnte Blumenwiesenvegetation. Typische Vertreter dieser Bereiche sind z.B. Buschwindröschen, Scharbockskraut, Sumpfdotterblume, Sumpf Schwertlilie, Hahnenfuss, Wiesen Schlüsselblume, Mädesüß. Von besonderer Bedeutung sind die Hainholzwiesen auch für eine Vielzahl von Insekten. Insbesondere die verschiedenen Schmetterlinge und Libellenarten sind hier zu nennen.